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Berichte aus den Mitgliederversammlungen



Mitgliederversammlung des Fördervereins Ortskern Betzingen 2015: Rückblick erfolgreich - Ausblick vielversprechend

Alte Mühle als Zukunftsprojekt ist bewegtes Stück Betzingen


Über die im vergangenen Jahr stattgefundenen und die bevorstehenden neuesten Entwicklungen und Ziele informierte der Vorstandsvorsitzende Thomas Keck die Mitglieder des Fördervereins Ortskern Betzingen e.V. in der diesjährigen Hauptversammlung am 18.6.2015. Dabei standen nicht nur die Bauprojekte des Fördervereins, wie das im März d.J. mit einem Tag der offenen Tür eröffnete Gebäude Mußmehlstraße 6, oder die derzeit sanierte, dazugehörige Scheuer im Mittelpunkt des Interesses, sondern auch der Fortschritt der privaten Sanierungsarbeiten am benachbarten Burgemeisters Haus.


Vor der Hauptversammlung des Fördervereins ermöglichte Architekt Dipl.-Ing. Timo Holzhäuser und dessen Mitarbeiter Frank Beyer sowie Christian Steinbrecher eine Besichtigung dieser Baustelle. Das Gebäude ist ein im Kern aus dem 16. und17. Jahrhundert erhaltenes Kulturdenkmal mit einer als „Doppeltrippel“ gestalteten Außentreppe. In Burgemeisters Haus und in der gegenüberliegenden Scheune, beides von der auf die Sanierung historischer Gebäude spezialisierten Firma Pro Casa GmbH erworben, entstehen jeweils zwei Wohnungen, die jetzt bereits im Rohbauzustand allesamt Käufer gefunden haben.


Keck zeigte sich zufrieden angesichts der Tatsache, dass die Landessanierungsmittel für den Ortskern Betzingen dank privatem Engagement und der Sanierungsprojekte des Fördervereins nahezu vollständig abgerufen werden konnten. Mit zusätzlichen Mitteln des Denkmalschutzes, der Denkmalstiftung, der Stadt, privater Unterstützung, ehrenamtlichem Engagement und Sponsorengeldern sei es gelungen, markante historische Gebäude zu erhalten und unterschiedlichen zukunftsträchtigen Nutzungen zuzuführen.


Dank gelte vor allem den freiwilligen Bauhelfern, die gemeinsam mit ihrem Koordinator Martin Rupp wieder viele Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet haben. Erkannt wurde in diesem Zusammenhang aber auch ein strukturelles Problem: zunehmend weniger Helfer sind bereit sich einzubringen. Keck und seine Mitstreiter, Bernd Steinhilber als Koordinator der Hausmeister und Dagmar Krause für das Veranstaltungsteam appellierten deshalb an die Mitglieder, sich für diese abwechslungsreichen und interessanten Aufgaben zu begeistern und einzubringen. „Wir sind keine geschlossene Gesellschaft“, so Dagmar Krause, „sondern freuen uns auf neue kulturelle Veranstaltungsideen und Unterstützung.“

Arbeit gebe es auch in Zukunft genügend - nicht nur an der Mußmehlscheuer, wo aktuell weitere Bauhelfer dringend benötigt würden. Angesichts der Tatsache, dass das Bürgerhaus Zehntscheuer sich großer Beliebtheit erfreut und über das ganze Jahr völlig ausgebucht ist, freue man sich auf Unterstützung in allen Bereichen, so Keck.


Nach der Entlastung des Kassiers, Gerhard Raiser, dem die Mitgliederversammlung Beifall für die transparente, solide und professionelle Kassenführung zollte, und des gesamten Vorstands, standen auch wieder Zukunftsprojekte auf der Tagesordnung.


Überrascht waren die Mitglieder über das breite Hintergrundwissen von Werner Rauscher über die Historie der Wernerschen Mühle in Betzingen - einem möglichen künftigen Sanierungsprojekt des Fördervereins. Werner Rauscher ist der älteste Nachfahre der letzten Besitzer und Betreiber der alten Mühle in Betzingen und hat deren Betrieb noch selbst miterlebt. Großen Respekt habe er vor dem Müllerhandwerk, das mittlerweile in der Form ausgestorben sei, damals allerdings noch mehrere und dazu hohe Anforderungen an den Handwerker stellte: dieser musste zugleich Lebensmittelchemiker, Maschinenbauer und Steinmetz sein und überdies körperlich schwere Knochenarbeit verrichten. Die alte Mühle in Betzingen biete die Möglichkeit, diese Anforderungen ebenso anschaulich zu machen, wie die technischen Anforderungen, Funktionen und Veränderungen der Mühle, die wie viele andere kleine Mühlen in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aufgegeben wurden. Die Mühle sei ein hoch interessantes Objekt, so Rauscher, das ein „bewegtes Stück Betzingen“ dokumentiere.


Vorsitzender Keck rief die Mitglieder dazu auf, Ideen zur künftigen Nutzung einzubringen, um für das unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit seinem nahezu vollständig erhaltenen Mahlwerk gemeinsam eine überzeugende Konzeption entwickeln und erarbeiten zu können.


Termine des Fördervereins:


Samstag, 30. Juni 2015: Helfer gesucht für die Baustelle Mußmehlscheuer

4. und 5. Juli 2015: Helfer gesucht für die Bewirtung Dorffest und B4Kids

10. Oktober 2015: Einladung zur Mitfahrt zur Altstadtbesichtigung nach Ravensburg



Mitgliederversammlung 2014:

 

Rund 50 Mitglieder konnte Vorsitzender Thomas Keck zur  Mitgliederversammlung 2014 des Fördervereins Ortskern Betzingen e.V. begrüßen. Etliche von ihnen nutzten vor Beginn der Versammlung die Möglichkeit, die Sanierungsbaustelle Mußmehlstraße 6 zu besichtigen und sich ein Bild vom Stand der Sanierung zu machen.
Im offiziellen Teil nahm dieses aktuelle Projekt des Vereins ebenfalls großen Raum ein. Die Archtitekten Andreas Hartmaier und Jochen Schmid waren eigens angereist und hatten viel Positives zu berichten: die Baustelle kommt gut voran, auch dank der Eigenleistungen des Vereins sind die Arbeiten im Zeitplan. Nun gilt es, letzte Abstimmungen zu Inneneinrichtung vorzunehmen, während parallel die Rohbauarbeiten zum Ende kommen. Zwei Drittel der Gewerke sind bereits ausgeführt oder vergeben, darunter auch die großen Brocken der Holz- und Mauerwerks-Sanierung. Die Planer zeigten sich zuversichtlich, dass der Einzugstermin März 2015 gehalten werden kann. Vorab, so ergänzte Thomas Keck, müsse nun aber der Mietvertrag geschlossen werden.
Kassier Gerhard Raiser hatte ebenfalls Positives zu vermelden: Baukosten und Baukredite sind im Plan, und auch die anderen Bereiche der Vereinstätigkeit stehen finanziell sehr gut da.
Martin Rupp berichtete aus dem laufenden Betrieb des Bürgerhauses Zehntscheuer, wo die Nachfrage ungebrochen ist. Dagmar Krause ließ die kulturellen Veranstaltungen des Vereins Revue passieren und konnte auch hier ein positives Bild des Vereinsgeschehens zeichnen. Rupp und Krause wussten aber dennoch von einem Wermutstropfen zu berichten: sowohl bei den Veranstaltungen des Vereins als auch auf der Baustelle fehlen Helfer. Die wenigen Aktiven arbeiten bereits jetzt am Rande des Möglichen. Eindringlich riefen die beiden die Mitglieder auf, sich im Vereinsgeschehen einzubringen.
Vor den Neuwahlen verabschiedete Thomas Keck den langjährigen Beisitzer Werner Fink, der altershalber nicht mehr zur Wahl antrat. Bei den Wahlen gab es dann nur eine kleine Veränderung: Martin Rupp, der bislang den Bezirksgemeinderat im Vorstand vertrat, übernahm den Posten von Werner Fink. Die anderen Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt, lediglich der neue Vertreter der Lokalpolitik steht noch nicht fest.


Architekt Andreas Hartmaier berichtete über den Stand der Sanierung.
Der neue Vorstand, der zu großen Teilen der alte ist.